Kalorienzählen, Punktezählen – Erbsenzählen?

Du möchtest abnehmen und dich an einem Rahmen festhalten, der dir Sicherheit gibt? Du gehörst zur Gattung der Erbsenzähler? Dann könnten diese beiden Modelle (bzw. eines davon) für dich das Richtige sein.

Ich denke, ich brauche zu beidem nicht mehr viel zu sagen. Wenn du dich schon mal mit dem Thema Körpergewicht und Abnehmen beschäftigt hast, wirst du in deinen Recherchen weder um Kalorien, noch um Punkte zählen à la Weight Watchers drum herumgekommen sein.

 

Die Theorie

Beide Theorien bzw. Möglichkeiten basieren auf der Annahme, dass wir weniger an Energie zuführen sollen, als wir verbrauchen können. Du kannst natürlich auch gerne deinen Grundumsatz (also das, was du verbrauchst, wenn du in einem wohl temperierten Raum regungslos rumliegst und nur deine Körperfunktionen aufrecht erhalten bleiben sollen) und auf dieser Grundlage in Berücksichtigung der Aktivität deines Lebensstils deinen sogenannten Leistungsumsatz dazurechnen, um deinen tagtäglichen Kalorienbedarf herauszubekommen. Das kannst du z.B. hier tun, um dir mal ein Bild zu verschaffen. Umso mehr du dich in deinem Alltag bewegst, desto mehr darfst du auch futtern bzw. desto schneller kannst du abnehmen.

Die Weight Watchers haben ein ähnliches Verfahren, nur, dass du hier Punkte zählst. Dazu gibt es Tabellen, in denen sämtliche Lebensmittel bepunktet werden, inklusive jene, die du im Supermarkt bereits fertig kaufen kannst wie Aufstriche, Tiefkühlware, Fertigfutter usw. Für Sport gibst du quasi Punkte aus, was dir, wie auch bei der Kalorienzählerei, wieder schnellere Ergebnisse oder die Extra-Portion Futter beschert. Hierzu möchte ich Folgendes kurz erwähnen: Ja, Muskeln verbrauchen auch Energie – wenn du dir also schon ein schönes Paket aufgebaut hast, verbrauchst du auch im Schlaf mehr Energie, Muskelmasse erhöht demnach deinen Grundumsatz. Wenn dir jedoch die Zahl auf der Waage wichtig ist, darfst du hier nachsichtig sein. Muskeln haben natürlich auch Gewicht. So kann ein athletischer Körper mehr wiegen als ein Schwabbeliger, auch wenn vielleicht beide einen ähnlichen Umfang haben bzw. ein ähnliches Schattenbild werfen. Ausdauersport (oder einfach ausreichend „Bewegung“ im Alltag) ist immer gut fürs Herz-Kreislauf-System und dein Gewicht und je nach Ziel kann hier auch gezielter an den Muckis geschraubt werden.

 

Die Praxis

Soweit die Theorie. In der Praxis muss jedoch gesagt werden, dass Punkte nicht gleich Punkte und Kalorien nicht gleich Kalorien sind. Auch wenn z.B. 100g Karotten ähnlich viele Kalorien zählt wie 12g Gummibärchen, wirst du hier erstens durch das Volumen mal mit Karotten satter, zweitens durch die Nährstoffe, denn, wenn du dich nährstoffarm ernährst, erfährt dein Körper einen Zustand des Mangels und verlangt nach MEEEEEHR (und Zucker entzieht dir Nährstoffe, macht also auf Dauer alles andere als satt, höchstens wird dir schlecht davon – ok, von 12g wahrscheinlich nicht 😊) und die Ballaststoffe machen ebenfalls satt, außerdem unterstützen sie deine Verdauung.

Das bedeutet: Du kannst auch mit wenigen Kalorien oder Punkten ungesund leben, übersäuert sein, Schlacken bilden, einen schwabbeligen Körper haben, müde sein, unter Verdauungsstörungen leiden und vieles mehr. Auch Übersäuerung kann zu einem Problem werden. Manch kluger Körper sammelt mehr Fett an, damit sich die Giftstoffe hier relativ ungefährlich einkapseln können, damit Organe und sämtliche Körperfunktionen möglichst nicht beeinträchtig werden.

Reines Kalorien- oder Punktezählen kann für eine gewisse Dauer funktionieren. 2 Tafeln Schokolade haben meist nicht mal 1000 Kalorien – also wenn du sonst nicht mehr viel isst, müsstest du eigentlich abnehmen – doch so einfach ist das nicht, aufgrund der genannten Themen wie Übersäuerung und Co. Ein weiterer Punkt, der übrigens auch die Übersäuerung fördert, ist der Stress. Ob es für deine psychische Gesundheit förderlich ist, den ganzen Tag mit dieser Zählerei beschäftigt zu sein, ist äußerst fragwürdig.

 

Fazit

Dennoch können dir beide Varianten eine erste Orientierung geben. Ich finde es grundsätzlich nicht verkehrt, sich mit Kalorien zu beschäftigen, um ein Gefühl für die Energieaufnahme zu bekommen – solange es eher ein Forschungsprojekt als eine akribische Dauer-Erbsenzählerei bleibt. Auch der Jojo-Effekt ist nicht zu unterschätzen. Wenn du dich eine Zeit lang sehr restriktiv ernährst, gewöhnt sich dein Körper dran und du brauchst nicht mehr so viel. Das kann natürlich bei jeder Art von Ernährungsumstellung der Fall sein, also solltest du auch immer den langfristigen Aspekt, also vor allem die Art und Weise wie du dich nach deiner Ernährungsumstellung weiterhin ernähren möchtest bzw. wenn du dein Wunschgewicht erreicht hast – denn das ist die viel größere und wichtigere Herausforderung, als die Abnehmphase davor.

Also kommt es auch hier wieder auf das WIE und WAS an. Wenn du deine Kalorien und Punkte auf gesunde Art und Weise zu dir nimmst und dich allgemein nicht zu extrem einschränkst bzw. runterfährst, kann dies ein hilfreicher Einstieg sein. Sich allerdings langfristig auf Punkte und Kalorien zu konzentrieren, halte ich für psychisch ungesund. Du solltest vor dem Schlafengehen nicht zusammenrechnen, was du dir heute alles einverleibt hast, dich vielleicht sogar noch danach beurteilen und mit diesen Gedanken einschlafen, geschweige denn dich tagsüber die ganze Zeit damit im Hinterkopf befassen, sondern darfst dich, besonders vor dem Zu-Bett-Gehen, auf Schönes, Leichtes und Positives konzentrieren. Wenn wir schon dabei sind, „Manifestieren“ klappt besonders gut vor dem Einschlafen und du kannst es unter anderem auch für deinen „Wunschkörper“ nutzen.

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Hab‘ eine gute Zeit, mach es dir leicht und fröhlich!

Alles Liebe,

Deine Manu

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