Naturheilkunde – mehr Leichtigkeit im Familientalltag. Interview mit Isabel Henseler von NaturGesundFamily

So kann Naturheilkunde Eltern und Kind / Baby bei wundem Po & Co., Krankheit und Stress unterstützen.

Isabel Henseler ist Kinderkrankenschwester und hat sich auf Naturheilkunde, genauer Phytotherapie (= Heilpflanzenkunde) spezialisiert. Sie nutzt die Natur als erste Anlaufstelle und danach, wenn nötig, auch mal pharmazeutische Mittel, denn das Eine schließt das Andere nicht aus, sondern darf sich auch ergänzen. Viele Eltern sind verunsichert und gehen schnell mal mit Kleinigkeiten zum Arzt. Isabel möchte Eltern ermutigen, wieder die Verantwortung selbst zu übernehmen, mutig zu sein, auch mal was auszuprobieren, zu experimentieren, sich mit Alternativen zu beschäftigen und mehr Sicherheit im Umgang mit natürlichen Heilmitteln zu erlangen.

Die naturheilkundliche Hausapotheke:

Praktischerweise haben wir die meisten Zutaten oft ohnehin zu Hause (außer die Heilwolle vielleicht 😊)

  • Zwiebel: Insektenstiche (Zwiebel drauflegen, kann brennen), Verbrennungen, Verkühlung, Zwiebel-Hustensaft mit Honig oder Zucker, mit Socke oder Pflaster auf Warze fixieren und über Nacht wirken lassen. Sonst auch einfach Zwiebel schälen und an Kopfende des Bettes stellen, um die Nase von lästigem Schleim zu befreien.
  • Kartoffel für Wickel bei Husten
  • Ringelblumensalbe: aufgeschürfte Knie, Babypopo, kleine Verletzungen
  • Heilwolle für wunde Hautstellen wie Po
  • Thymian getrocknet als Kraut oder Tee für Erkältungskrankheiten
  • Kurkuma – als Bio-Pulver oder frische Wurzel, antibiotisch
  • Honig

 

Spezielle Ausstattung je nach Neigung des Kindes

  • Babybauchweh: Fenchel-/Kümmel-Öl oder eine Bäuchleinsalbe im Uhrzeigersinn (von dir aus gesehen) einmassieren.
  • Atemwegserkrankungen: Aromadiffuser, Luftfeuchtigkeit
  • Zecken: Mischung aus Kokos- u. Schwarzkümmelöl plus Lavendel / Zitronella, dann wirkt es auch gegen Mücken und Körper damit einreiben. Wenn mal eine zugebissen hat, Zecke innerhalb von 10-12 Stunden entfernen – mit Zeckenzange oder -Karte. Es ist wichtig, hier behutsam vorzugehen und die Zecke nicht mit Mittelchen quälen, damit sie sich nicht übergibt und uns somit über das Erbrochene infizieren kann, dann ist eine Krankheitsübertragung weniger wahrscheinlich. Danach die betroffene Stelle z.B. mit Schleimhautdesinfektionsmittel desinfizieren. Zur Sicherheit, vor allem wenn man sich in Zeckenhochgebiet mit FSME-Übertragung aufhält, kann man das Getier aufbewahren und dem Arzt vorstellen.
  • Schnupfen: Muttermilch oder Kochsalzlösung verwenden. Auch Engelwurzbalsam (auch schon bei Babys) kann helfen.
  • Husten: Thymian-Myrte-Balsam, viel trinken, auch Thymiantee
  • Zahnen (ja, Infekte hängen damit zusammen, da es mit diesem Zahn, was wie eine Entzündung ist, beschäftigt. Somit ist es herabgesetzt und das Kind anfällig für Krankheiten): Zahnöl aus Nelke und römischer Kamille (äußerlich angewendet) – findest du z.B. hier: Zahngel (mit Xylit, innerlich angewendet) von Osa (ohne Betäubungsmittel) – das ist schon mal eine gute Kombi. Ansonsten kann man Veilchenwurzel oder Bernsteinketten ausprobieren.

 

Das hilft bei Verspannungen jeglicher Art

  • Kopfschmerzen: wichtig: Ursachenforschung. Bei Fieber z.B. Flüssigkeitsmangel, bei Erwachsenen Verspannung (auch Hirnhäute), Stress à Entspannung, Schlaf, Flüssigkeit. Sonst Süßholzwurzel z.B. als Tee(mischung).
  • Auch CBD-Öl (Hanföl aus weiblicher (Droge aus männlicher) Blüte. Es hilft auch bei Regelschmerzen, auch bei anderen Schmerzzuständen – oral eingenommen.

 

Weiters zur Entspannung von Groß und Klein

  • Bei Stress, Verspannung, Kopfschmerzen auch: Pfefferminzöl in Nacken massieren (Japanisches Heilöl) – kühlende, öffnende Wirkung
  • Lavendelöl – massieren oder diffusen, als Tee für die ganze Familie oder als Kapseln für Erwachsene (in Stillzeit mit Hebamme besprechen)
  • Vitamin B12 (für die Nerven)
  • Melissentee
  • Hopfentee
  • Safran & Kurkuma bei Neigung zu depressiver / negativer Stimmung

 

Ätherische Öle

Keine Angst vor ätherischen Ölen bei Babys (äußere Anwendung) – hier ist einfach wichtig, stark zu verdünnen z.B. mit Jojobaöl bzw. nicht hoch zu dosieren und sich auch gerne hiermit eingehender beschäftigen.

Besonders empfehlenswert:

  • Lavendel (Entspannung auch vor dem Schlafengehen, Insekten)
  • Pfefferminzöl (Kopfschmerzen, Spannungszustände, wirkt auch kühlend und öffnend)
  • Fenchelöl (Bauchweh)

Ich nutze für mich und meine Familie diese Öle*.

Isabel, ihren Blog, Bücher, Podcast findest du im Internet unter https://naturgesund.family

Du findest sie auch auf facebook, instagram, pinterest unter naturgesund family.


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