Mit Ayurveda gesund und individuell abnehmen, entgiften und optimal verdauen- mit Rita Longin

Heute sprechen wir darüber, wie du mit Ayurveda Dysbalancen in Körpergewicht und Verdauung ausgleichen und gleichzeitig deinen Körper entgiften kannst. Mit dieser Lehre packen wir sämtliche Probleme bei der Wurzel an.

Rita Longin ist dipl. Ayurveda-Praktikerin und Ernährungswissenschafterin. Sie hilft Frauen, durch Ayurveda mehr Lebenskraft und -freude zu erlangen. Das Individuelle, auf das Ayurveda so großen Stellenwert legt, ist für sie sowohl in der Ernährung als auch in der Lebensgestaltung eine große Bereicherung geworden.

Was ist Ayurveda?

Rita liebt die Gesundheitsdefinition des Ayurveda:

„Gesund bist du, wenn du dich vollkommen wohl fühlst und in deiner Kraft bist.“

Wenn du in Balance bist, kannst du gar nicht krank werden. Hier kann Ayurveda schon vorbeugend unterstützen.

Ayurveda ist ein ganzheitliches Gesundheitssystem. Der individuelle Mensch wird als Ganzes betrachtet.

Ayus = langes, glückliches und gesundes Leben. Veda = Wissenschaft. Jeder soll demnach sein Leben so gestalten, wie es ihm guttut, sodass wir vollständig in unserer Kraft sind und das tun können, wozu wir hier sind. Es ist ein gutes Werkzeug zur Selbst-Erforschung.

Was hat es mit diesen Doshas auf sich?

Ayurveda ist eine Dosha-Lehre. Gunas beschreiben ihre Eigenschaften. Die drei Doshas sind Grundenergien, die alle Prozesse im Universum beeinflussen und erklären. So beeinflussen sie auch uns. Nachfolgend werden die Doshas einschl. Charakteristika der Menschen mit Vorherrschung beschrieben.

  • Vata: Prinzip der Bewegung
    Verantwortlich für: alle Bewegungsvorgänge, Arme, Kreislauf, Atem, Herzschlag usw.
    Guna: luftig
    Charakter: Menschen mit viel Vata sind spontan, flexibel, in Bewegung, brauchen viel Abwechslung (Job, Partner, usw.), ihnen wird schnell langweilig und sie sind immer bei neuen Trends dabei. Außerdem sind sie super begeisterungsfähig, ideenreich und reißen andere mit.
    Körper: Klein und zart oder groß und schlacksig – alles, das etwas aus der Norm fällt. Neigt zu rockene Haare, Haut und Nägel.
  • Pitta: Prinzip der Umwandlung, Transformation. Das Feuerdosha
    Verantwortlich für: Verdauung, Stoffwechsel, Verstehen bzw. Verarbeiten der Sinneseinflüsse
    Gunas: Heiß, durchdringend, riechend, fließend
    Charakter: dynamisch, charismatisch, durchsetzungsstark. Pitta-Menschen weisen Führungsqualitäten auf, schmieden gerne Pläne, brauchen Struktur, To-Do-Listen und sind intelligent.
    Körper: Athletisch, muskulös, spitze Konturen (z.B. spitzes Kinn, Nase, Geheimratsecken), Haut warm, rosig, neigt zu Entzündungen bzw. ist empfindlich
  • Kapha: Prinzip der Stabilität.
    Verantwortlich für: Körperstruktur und unsere Fähigkeit, Liebe zu geben
    Gunas: ölig, schleimig
    Charakter: schwer, langsam, träge. Kapha-Menschen sind ruhig, gelassen, tolerant, harmonieliebend und Gewohnheitstiere.
    Körper: Gesetzt, stabil, geerdet, schwere Struktur, üppig.

Wir haben alle 3 Doshas in uns, doch bei den meisten Menschen herrschen 2 Doshas vor. Unser Grund-Dosha bzw. unsere Grundkonstitution wird bei der Zeugung bereits festgelegt und ist nicht veränderbar. So wird unsere Körper- u. Charakterstruktur bestimmt, vorherrschende Doshas finden sich auf beiden Ebenen wieder und auch wenn viele Menschen ähnliche Dosha-Verteilungen haben, sind sie doch total verschieden. Bei jedem zeigen sich Dysbalancen auf andere Art und Weise.

Wie finde ich heraus, welcher Typ ich bin?

Es gibt diverse Tests (einfach googeln), um herauszufinden, welches Dosha bei dir vorherrschend ist. Diese können jedoch ledigleich eine Einschätzung geben. Über die Jahre haben wir auch gewisse Dysbalancen angesammelt, die sich unterschiedlich zeigen. Ein Ayurveda-Arzt kann mittels Pulslesen und Auge auf den Körper die Dosha-Ausprägung bestimmen.

Umso mehr du dich mit Doshas befasst, desto eher findest duheraus, welches Grund-Dosha vorherrscht und in welcher Ebene sich Dysbalancen zeigen wie z.B. die Art und Weise wie du auf Situationen reagierst, körperliche Ausprägungen, usw.

Wenn wir in unserer Grundkonstitution sind, sind wir vollkommen glücklich, zufrieden und in unserer Kraft. Es ist nicht das Ziel, alle Doshas in Balance zu bringen, sondern Dosha-Dysbalancen auszugleichen. Wenn du dich z.B. zu Kapha-Pitta zählst, kannst du trotzdem, dass z.B. gerade viel Bewegung in deinem Leben ist oder Winter (=Vata-Zeit), ein Ungleichgewicht im Vata bekommen. So brauchst du mehr Kapha und Pitta. Wenn du diese beispeilhafte Vata-Dysbalance ausgleichst, dann kommst du zur Grundkonstitution zurück und so auch zu deinem Wohlfühlgewicht.

 

Wie kann Ayurveda bei Gewichtsproblemen helfen?

Im ersten Schritt wird die Ursache für das Gewichtsproblem erforscht. Wie kommt das Gewicht zustande? Übergewicht ist immer eine Dysbalance. Kapha-Doshas tun sich etwas schwerer beim Abnehmen, da sie diese Anhaftung, Trägheit an sich haben. Dennoch kann auch die Kapha-Ausprägung für sich ein Wohlfühlgewicht erzielen. Auch bei Pita- oder Vata- Doshas kann sich ein Ungleichgewicht in Übergewicht zeigen. Über diese Dysbalance wird hinterfragt, wie das Gewicht zustande gekommen ist.

Wenn du mehr Erdung brauchst, versuchst du vielleicht, diese durch süßes und schweres Essen (Kapha) wiederzuerlangen, doch wird das Problem dahinter nicht gelöst. Du kannst warm essen – auch das gibt Erdung sowie Wurzelgemüse. Es kann natürlich auch ein Stoffwechselproblem sein, das wäre ebenfalls ein Kapha-Thema.

Stress, Nervösität oder Ausgelaugtheit sind Ursachen, die es im Vata-Dosha auszugleichen gilt.  Hier  braucht es wieder mehr Struktur durch regelmäßiges Essen. Körpergewicht wird nicht immer nur durch die Menge an Nahrung beeinflusst, sondern  auch durch die Art und Weise wie man isst.

Wenn du Druck abzubauen hast, wäre das eher ein Pitta-Problem. Wie kannst du Druck anders abbauen? Zum Beispiel durch Rauslassen, Bewegung, Gelassenheit, Achtsamkeits- u. Atemübungen, usw.

Also zuerst schaue ich das Problem dahinter an. Danach finde ich heraus, welcher Dosha-Dysbalance es entspricht und wie ich ausgleichen kann.

 

So unterstützt Ayurveda beim Entgiften

Wenn du abnimmst, lösen sich die in Fett gespeicherten Giftstoffe, die nun ausgeleitet werden müssen. Im Ayurveda wird darauf geachtet, auch die täglichen Giftstoffe, die wir mit Ernährung, Körperpflegeprodukten und Co. gleich wieder auszuscheiden. Dies kannst du wie folgt in deine tägliche Routine mit einbauen:

Morgenroutine: Zungenschaben. So werden Abbaustoffe und Bakterien schon mal entfernt. Auch hilft es bei Mundgeruch. Im 2. Schritt kannst du Ölziehen praktizieren –  klassisch mit Sesamöl, das passt für alle Konstitutionen. So wird auch gleich das Zahnfleisch gestärkt. Kühlendes Kokosöl, das im Sommer für alle gut passt, kann bei Entzündungen helfen. Da dem Pitta-Dosha Zugehörige zu Entzündungen neigen, ist es für diese besonders geeignet. Auch Sonnenblumen- oder Rapsöl kann grundsätzlich verwendet werden. Danach werden ganz normal die Zähne geputzt.

Wichtig ist auch der Toilettengang in der Früh. Morgens ein Glas warmes bzw. abgekochtes Wasser helfen dabei, den Darm anzuregen – am besten zusammen mit etwas körperlicher Betätigung, um auch den Stoffwechsel anzuregen.

 

Die Verdauung ayurvedisch unterstützen und den Körper reinigen

Ama = Unverdautes, Abbaustoffe, die bei Verdauung entstanden sind. Sie entstehen durch zu viel oder spätes Essen und vrursachen Schweregefühl. Bei Ama-Ansammlungen fühlt man sich nicht wohl, stößt vermehrten Körpergeruch aus, auch die Zunge kann belegt sein.

Um dies auszuleiten, wird empfohlen, regelmäßig Reinigungskuren durchzuführen – am besten im Frühjahr und Herbst. Im Winter ist noch Vata-Zeit. Reinigung erhöht Vata, also ist dies zu dieser Jahreszeit nicht günstig. Auch die Reinigung kann man wieder  an Dosha anpassen. Für Vata und Pitta (kann sehr schwer fasten) sind reine Flüssigkeits-Fastenkuren nicht so ideal. Eine Möglichkeit stellt Fasten mit Kitchari (Mung-Dhal) dar. Dies kann man bis zu 7 Tage lang durchführen. Das Rezept findest du hier.

Kapha kann besser fasten, auch Flüssigkeitsfasten,  z.B. mit Reis- oder noch besser Gerstenwasser. Optimalerweise gibt es davor eine Einleitungsphase-  fettarm und ohne Süßkram, am besten basisch oder mit Kitchari. Dann wird 2 Tage lang gefastet (was für gesunde Kapha-Doshas kein gesundheitliches Probem darstellt) und danach wieder aufgebaut – so wie vorher abgebaut wurde.

Dafür röste 1 EL Getreide trocken an und fülle mit ½-3/4l Wasser auf, koche bis es gar ist und seie anschließend ab. Danach kannst du die Flüssigkeit trinken. Das Getreidewasser regt das Verdauungsfeuer an und hilft dabei, die angesammelten Abbaustoffe zu verbrennen. Bei gesundheitlichen Problemen konsultiere bitte immer deinen Arzt. Wenn du nicht gerade schwanger bist oder stillst und viel Kapha hast, müsstest du  diese zwei Tage problemlos durchstehen.

Ansonsten kannst du die Verdauung auch mit Yogaübungen, z.B. der Hockstellung, unterstützen.

Auch Einläufe werden gerne bei Reinigungskuren unterstützend eingesetzt. Diese kannst du vom Ayurveda-Arzt durchführen lassen. Hier gibt es wieder verschiedene Arten – reinigend oder nährend. Wenn zum Beispiel Vata erhöht ist, du viel Luft im Verdauungssystem hast (Blähungen), kann das helfen.

Viel Freude beim Eintauchen in die Welt des Ayurveda!

Alles Liebe,

Deine Manu


Rita gibt das ayurvedische Wissen in Ayurveda-Kochkursen und -Workshops weiter. Sie bietet auch ayurvedische Online-Ernährungsberatung an. Alle Termine, Infos sowie Rita’s Ayurveda Blog findest du hier

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