Chemiefreier Alltag Teil 2: Körperpflege

So kannst du deine Körperpflege auf chemiefrei und natürlich umstellen. Ideen für natürlichere Alternativen und alle Basics zum Selbermachen / DIY. Immer mit dabei: ätherische Öle

Im 2. Teil meiner kleinen Reihe „Chemiefreier Alltag“ dreht sich alles um die Körperpflege. Auch hier finden sich in vielen Produkten Chemikalien, die wir über die Haut aufnehmen und die auf diesem Wege unseren Körper vergiften können. Das geht schon bei der Mundhygiene los (z.B. Mikroplastik in Zahnbürsten und diverse Chemikalien in Zahnpasten, Mundspülungen, Gesichts- u. Körperpflege, Wellnessprodukte wie Badezusätze, Peelings, Massageöle, Parfums,…). Darauf bin ich schon in der Haushalts-Episode eingegangen und Ähnliches gilt auch hier.

Übrigens befinden sich an den Fußsohlen die größten Poren, was diese Stelle einerseits ganz besonders anfällig für die Gift-Aufnahme macht (also bitte das bloßfüßige Einsteigen in Schuhen immer überdenken und lieber Socken anziehen). Andererseits eignen sich unsere Fußsohlen aufgrund dieser Eigenschaft hervorragend dazu, gewollte Wirkstoffe wie ätherische Öle in den Körper zu befördern.

Auch hier kannst du wieder schrittweise vorgehen oder deine Körperpflege radikal auf natürlich und chemiefrei umstellen.

Du könntest im ersten Schritt auf natürlichere Marken vom Drogeriemarkt oder Reformhaus umsteigen (z.B. Weleda, insbesondere die Serie „Malve“). Auch von doTERRA gibt es alles rund um die Körperpflege was das Herz begehrt – für den alltäglichen Bedarf von junger und weniger jugendlicher Haut bis hin zu speziellen Anti-Aging Cremchen, Wellnessprodukten, Männerhaut, usw. Auch hier wird Wert auf natürliche Zutaten gelegt und die therapeutischen ätherischen Öle werten die Produkte auf und machen sie noch wirksamer. Wenn du dir z.B. die Rosen-Lotion gönnst, unterstützt du die healing hands foundation von doTERRA (in diesem Fall fließt der gesamte Betrag in das Projekt), also soziale Projekte, mehr dazu hier. Wir lieben übrigens die Zahnpasta! Sie wirkt nachweislich gegen Parodontose (Zusammenhang Alzheimer), natürlich sind auch hier wieder ätherische Öle mit dabei.

Ich habe auch mal mit Ringana gearbeitet, einem österreichischen Unternehmen, das frische und natürliche Zutaten, quasi Essen, für die Pflegeprodukte verwendet. Ich kenne auch sehr gute und kompetente Berater, mit denen ich dich bei Bedarf gerne verkupple 😊. Solche Firmen machen uns den Umstieg einfach, vor allem, wenn wir keine Zeit / Lust haben, uns mit DYI-Kram zu beschäftigen.

Dennoch lege ich dir ans Herz, dich mal mit ein paar einfachen Rezepten durchzuprobieren, denn da weißt du wirklich zu 100%, was drin ist und hast auch gleich ein paar Geschenkideen parat für deine Lieben!

Diese Basics empfehle ich dir, dir zuzulegen:

  • Ätherische Öle von Dottera
  • Trägeröl (z.B. fraktioniertes Kokosöl, Jojoba- oder Mandelöl, Arganöl)
  • Kokosöl
  • Sheabutter
  • Natron*/ Himalayasalz / Bittersalz*
  • Zeolith*
  • Maisstärke
  • Zahnbürste SWAK*oder Bambus* (Ich habe auch schon bei DM welche gesehen)
  • Auch mit Bienenwachs kannst du viel machen (habe es noch nicht probiert)

Nun möchte ich mit dir ein paar Körperpflege-Bereiche genauer durchgehen:

Mundhygiene

Abgesehen von der Zahnbürste kannst du dir ganz einfach dein Zahnöl, Zahnpulver und deine Mundspülung selbst machen. Herkömmliche Zahnbürsten zerstören übrigens oft die Mund- u. Rachenflora.

Unser Zahnöl besteht aus Kokosöl (verflüssigt) mit gemahlenem Xylit (antikariogen), fallweise Natron (neutralisiert Säuren) und / oder Zeolith (mineralisiert!) dazu plus ätherische Öle (z.B. Lavendel, Clove, On Guard, Peppermint, Spearmint). Natürlich kannst du damit Ölziehen praktizieren (wozu jedoch auch reines Kokosöl mit nix reicht 😊), wir putzen uns damit unsere Zähne

Das Zahnpulver besteht zu gleichen Teilen aus Natron, Zeolith und Xylit plus ätherische Öle. Mein Sohn und ich reagieren hier etwas empfindlich, sodass wir das Pulver nicht täglich verwenden.

Für unsere Mundspülung geben wir 1-2 Tropfen (je nach Größe des Behältnisses) ätherisches Öl (z.B. On Guard) in ein Schraubglas und spülen damit den Mund, manchmal gurgeln wir auch. Das Glas steht IM Schrank, damit die Wirkung der Öle gewährleistet ist.

Gesichtspflege

Wir schützen uns gerne mit Sheabutter vor der Kälte, wenn wir ins Freie gehen oder reiben uns damit unsere Lippen ein. Ansonsten verwende ich gerne Melaleuca nach dem Waschen für meine zu Akne neigender Haut oder eine gezielte Mischung für Teenie-Haut 😊 (HD-Clear). Übrigens soll Geraniumöl wie Botox wirken (damit habe ich noch keine Erfahrung), ähnlich wird auch Weihrauch gerne in der Gesichtspflege verwendet, da es zellerneuernd wirkt.

Körperpflege & Haare

Zur Körperreinigung kannst du z.B. Seife selbst herstellen (ich habe es noch nicht probiert), gibt es auch fertige Basisprodukte für Duschgel und Haarschampoo, die du dann nach deinen Bedürfnissen mit ätherischen Ölen versetzen kannst (z.B. Lavendel, Frankincense, Wild Orange, Geranium, Grapefruit wirkt super bei Cellulite, usw.). Wir benutzen auch Seifen von einer Siederin und die „bath bars“ von doTERRA.

Gönn‘ dir auch ab und an ein Peeling! Fülle dazu einfach Salz oder Zucker in ein Schraubglas, fülle es mit Trägeröl (z.B. fraktioniertem Kokosöl, Jojobaöl usw.) soweit auf, dass deine Basis damit knapp bedeckt ist und füge ätherische Öle nach Bedarf hinzu wie z.B. Wild Orange, fröhliche Mischungen wie Citrus Bliss, Lavendel zur Beruhigung, usw.

Diese Mischung kannst du übrigens auch in die Badewanne geben – je nach Größe ab 1 EL. Ich persönlich bade allerdings am liebsten in Natron (Entgiftung!). Wenn du ätherische Öle verwenden möchtest, brauchst du einen Emulgator – das kann sein

  • Salz (Natron, Himalayasalz, Bittersalz)
  • Fett (Milch, auch pflanzliche Alternativen, Trägeröl, Sahne oder für Babies Muttermilch)
  • Honig

Die einfachste Bademischung ist übrigens Trägeröl plus ätherisches Öl, fertig. Oder einfach nur Natron.

Beliebte ätherische Öle in der Badewanne sind z.B. Lavender & YlangYlang bzw. Mischung Serenity (Beruhigung), AromaTouch (Muskelentspannungs-Mischung), Wild Orange oder Tangerine (Belebung, gute Laune), Eukalyptus (Erkältung).

Zur Hautpflege eignen sich grundsätzlich Sheabutter oder Kokosöl gut. Ich finde deren Konsistenz nicht sonderlich befriedigend, den Kindern jedoch macht es viel Spaß, ihren Körper mit so einem Stück Sheabutter einzureiben. Hier greife ich gerne auf ein fertiges Produkt zurück.

Für die Reinigung deiner Haare kannst du Roggenmehl oder Heilerde mit warmem Wasser (Konsistenz sollte gatschmäßig sein) verwenden. Die Spitzen kannst du mit Kokosöl pflegen. Ich verwende lieber eine Haarseife. Meine Oma hat mir früher manchmal eine pflegende Haarspülung aus Eidotter mit Essig verpasst, davon haben die Haare ziemlich geglänzt, soweit ich mich erinnern kann! Also vielleicht auch mal einen Versuch wert.

Körperduft

Da ich seit den Schwangerschaften keine Parfums mehr riechen kann (und auch keine „duftenden“ Cremchen usw.), bin ich sehr froh, die ätherischen Öle in meinem Leben zu haben und endlich wieder nach etwas riechen zu können.

Du kannst dir einen Spray* mit (abgekochtem oder destilliertem) Wasser und ätherischen Ölen machen und damit Kleidung und Haare einsprühen.

Für den Körper (Hals, Pulspunkte, Herz) verwende ich allerdings lieber einen 10ml-Roller* (diese* Variante ist eine besonders schöne Geschenksidee mit Edelsteinen) mit fraktioniertem Kokosöl und ätherischen Ölen (für intensiven Duft dürfen das schon auch mal 30% ätherisches Öl sein). Von doTERRA gibt es bereits fertige Mischungen, die mega duften wie etwa Whisper, Motivate oder Citrus Bliss. Vielleicht möchtest du aber auch dein ganz eigenes, persönliches Düftchen kreieren, dann gehe wie folgt vor: Fülle ein paar Tropfen Trägeröl in deinen Roller (um den Duft aufzufangen), ergänze um ätherische Öle und fülle dann den Rest wieder mit Trägeröl auf.

Ein gutes Parfum besteht aus 3 Noten

  • Basisnote (alles was wurzelig, harzig, wurzelig, holzig ist wie z.B. Weihrauch, Cedarwood, Sandalwood, usw.) – diese hält am längsten an.
  • Herznote: Wird meist aus Blättern gewonnen wie z.B. Peppermint, Basil, usw.
  • Kopfnote: Wird meist aus Blüte und Schale gewonnen wie z.B. alle Zitrusfrüchte, Lavender, Rose, usw. – verflüchtigt sich am schnellsten.

Auch ein Deo kannst du selbst herstellen. Verflüssige hierzu wieder Kokosöl, füge Natron und Maisstärke hinzu und ergänze um ätherische Öle (ich liebe die Mischung Lavender & Melaleuca weil super antibakteriell und wirksam). Ich verwende auch gerne einfach fraktioniertes Kokosöl in einer kleinen Braunglas-Sprühflasche (30ml) mit ätherischen Ölen (aktuell Cedarwood, Red Mandarin & Melaleuca).

Auch mit Kindern ist es schön, gemeinsam Körperpflegeprodukte herzustellen. Um Schadstoffe in ihrer Pflege braucht man sich so auch nicht mehr sorgen. Übrigens ist Muttermilch, sofern (noch) vorhanden, auch ein tolles Pflegeprodukt!

Hier findest du viele Anregungen rund um die DIY-Welt mit ätherischen Ölen (Englisch). Plus auf Pinterest!

Wenn dir vegane Körperpflege (für Mama und Kind) wichtig ist, kannst du dir diesen Beitrag nochmal ansehen.

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Alles Liebe und viel Freude beim Rühren, Mischen und Pflegen,

Deine Manu

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