Mama-Auszeit, Impulse aus der Natur und Sporternährung

Letzte Woche hatte Mama mal frei. Und das war dringend nötig. Mit meinen beiden Kleinen rund um die Uhr um mich kann aufgrund des meist wenig dezenten Geräuschpegels alles auch mal etwas viel werden – vor allem für jemanden, der schnell reizüberflutet ist und der bewusst nach Ruhe sucht (außer beim Tanzengehen :)).

So bin ich kurzerhand mit einer noch recht neuen Freundin, die ich sehr rasch in mein Herz geschlossen hatte, 3 Tage lang von Kaumberg nach Mariazell gewandert. Wen die Wanderung an sich interessiert, den kann ich meinen Blogartikel (ausnahmsweise mal ohne dazugehöriger Podcast-Episode) über meinen Erfahrungsbericht zum Wiener Wallfahrerwegs 06 ans Herz legen.

 

 

In. Stille. Sein. // Impulse. Empfang
Besonders für uns Mamas, die oft schwere Lasten auf den Schultern tragen, sind Auszeiten supermegawichtig! Es müssen nicht gleich 3 volle Tage sein, es reichen auch schon ein paar Stunden oder auch mal ein kleiner Moment des Einfach-Nur-Seins – und das einfach so oft wie möglich im Alltag. Was bei dieser Tour einfach toll ist, ist die extrem schwache Frequentierung. Somit bleibt viel Raum für Stille. Auch kann ich nur empfehlen, sofern du nicht alleine unterwegs bist, dir jemanden zu suchen, mit dem du auch in Stille sein kannst, ohne dass es unangenehm ist. 3 Tage Redemarathon ist nicht Sinn und Zweck des Runterkommens und Sich-Auf-Sich-Selbst-Besinnens.

Nutze die Stille, um in dich reinzuhorchen. Besonders in Phasen des Aufruhrs oder wenn gerade Entscheidungen anstehen, kann die Natur wertvolle Impulse liefern. Wir sind z.B. auf einen sprechenden Baum mit einem mega Kraftfeld gestoßen. Sprechend deshalb, weil er – ganz einfach – zu uns gesprochen hat :). Auch kannst du Übungen in der Natur machen. Wenn du z.B. eine Frage hast, kannst du dir ein Tor vorstellen (oder aus Naturmaterialien basteln), das sich jetzt in deine Welt der Antworten öffnet. So kannst du alles, was du wahrnimmst, intuitiv symbolhaft deuten. Diese Übung habe ich von „Pioneers of Change“, ich wende sie immer wieder sehr erfolgreich an. Es zahlt sich wirklich aus, wenn du dir Zeit für solche Erlebnisse oder einfach nur zum Meditieren / kurz Entspannen / bewusstem Sein nimmst.
Besonders in der Natur gibt es so vieles zu beobachten wie etwa Ameisen, Wolken, Blätter, Bäume, Eidechsen (wir hatten das Vergnügen, vermutlich eine Reihe von Echsengeschwistern beobachten zu dürfen), das uns dabei hilft, im Hier und Jetzt zu sein (Stichwort „Achtsamkeit“). Mehr dazu auch gerne in diesem Beitrag, in dem ich mit Waldpädagogin Raffi darüber spreche, wie Groß und Klein durch das Sein in der Natur runterkommen können.

Der Austausch zwischendurch kann auch sehr wertvoll sein und hilfreiche Impulse liefern. Wir haben z.B. alles, was wir an uns nicht mögen, los- und auf dem Weg liegen gelassen. Also – das Nicht-Mögen :). Das war ein ganz wundervolles Erlebnis. Selbstliebe, baby!

In diesen 3 körperlich recht fordernden Tagen durfte ich einige Veränderungen an mir feststellen:
⦁ Meine Haut wurde täglich klarer, was vermutlich an der frischen und vor allem reinen Luft lag
⦁ Ich fühlte mich trotz Druckstellen vom Rucksack sehr frei, glücklich, kraftvoll und mega dankbar.
⦁ Meine Rückenschmerzen, die mich immer wieder mal begleiten und denen ich mich bisher nicht sonderlich gewidmet habe, waren, trotz ständigem Tragen meines Rucksacks, weg! Ob das nun am Einsatz der Wanderstöcke lag, an der frischen Luft und Bewegung oder einfach nur daran, dass ich in dieser Zeit für niemanden verantwortlich war, außer für mich selbst, kann ich nicht sagen. Vermutlich eine Mischung aus alle dem. Die Ernährung war es jedenfalls nicht :D.
⦁ Ich habe knapp 1kg zugenommen (was bei mir meist bei einem Mehr an körperlicher Betätigung passiert)
Das führt mich auch gleich zum nächsten Punkt:

 

Ernährung auf Wanderschaft
Wenn du dir Leichtigkeit beim Gehen wünscht, würde ich dir normalerweise empfehlen, dich auch leicht zu ernähren. Wenn dein Körper mit Verdauung beschäftigt ist, hat er einfach für andere Aufgaben weniger Energie. Am ersten Tag z.B. habe ich wie immer erst spät gefrühstückt, als wir bereits unterwegs waren (sporteln kann ich sowieso mit nüchternem Magen am besten). Und was habe ich zu mir genommen? Weintrauben aus Schwiegermutters‘ Garten. Sonst nichts. Dafür viele :). Und natürlich davor Wasser (mit ätherischem Lemon-Öl, so wie jeden Morgen, das ging auch unter anderem mit auf Wanderschaft). Das ist mein Treibstoff!

Die nächsten beiden Tabe habe ich aus „Vernunfts-Gründen“ (Frühstück war inkludiert und ich wollte es nicht einpacken, um Gewicht zu sparen) kräftig gefrühstückt. Inkl. Buttersemmel, was ich normal eher nicht esse, aber sie hat mich einfach angelacht :D. Das ist für mich eher so, als würde man ein Benziner-Fahrzeug mit Diesel tanken. Also: eher nix! Ich bin nur schwer in die Gänge gekommen und auch wenn es dann gepasst hat (der Körper macht ja viel mit, vor allem, wenn der Geist hoch motiviert ist), habe ich an dieser Stelle mal wieder die Bestätigung: weniger ist mehr.
Dennoch habe ich viel mehr gegessen als sonst, weil ich mit Sport einfach auch immer mega viel Hunger habe. Auch bin ich aus meiner Kindheit noch immer auf Belohnung programmiert (was mich jetzt auch zu wenig stört, um es zu „bearbeiten“), was mich dazu veranlasst, besonders in solchen Ausnahmezuständen, kräftig zuzulangen. Somit habe ich hier weniger meine Körper sondern viel mehr meine Emotionen bzw. mein Ego gefüttert.
Meine Freundin hingegen meinte, ihr gäbe z.B. ein kräftiges Frühstück Kraft. Aufgrund des Verdauungsfaktors für mich ehrlicherweise unlogisch, doch sieht man an dieser Stelle wieder, wie verschieden und komplex wir Menschen sind. Komplex deshalb, weil die Ernährung auch einfach so ein ganzheitliches Thema und verwoben mit Faktoren wie Psyche, Konditionierungen, Prägungen, Seele, usw. ist. Bei ihr war übrigens schon an Tag 2 der Bauch mega flach und sie wirkte bereits sichtbar schmäler!

 

Abschließende Worte zu meiner kleinen Auszeit
Von mir aus hätten es auch gerne 10 Tage sein können – mit mindestens einem Wellness-Tag dazwischen :). Mir Rabenmama hat absolut nichts und niemand gefehlt. Das ist auch noch ein wichtiger Punkt: Wenn du die Kinder in guten Händen weißt, darfst du auch mal abschalten. Praktischerweise hatten wir die meiste Zeit über keinen Empfang, sodass wir auch nicht erreichbar waren und uns noch besser auf uns selbst konzentierten konnten.
Natürlich hatte ich auch wieder meine ätherischen Öle in Miniaturausgabe (praktisch meine Mini-Notfall-Hausapotheke) mit dabei, die unser Immunsystem sowie bei Schmerzen, Anspannungen wunderbar unterstützt und für Motivationsschübe gesorgt haben.

Wir sind dankbar dafür, dass wir gut in Mariazell angekommen sind – trotz ein paar körperlicher Kleinigkeiten. Dankbar, für die Schönheit der Natur, die wir erleben durften – inklusive ihrer Bewohner, das Wetter, das super ausgehalten hat, die Ruhe & Einsamkeit der Wege, der Reichtum an Abwechslung was die Strecke angeht, das jeweils für sich In-Stille-Sein-Können und sich auch tiefgründig auszutauschen, für neue Impulse , für die beiden wirklich super netten Herbergen, diese kleine Auszeit und letztendlich für die ganze Erfahrung an sich.

Alles Liebe und gute Erkenntnisse aus und in der Natur <3,

Deine Manu

 

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