Gesunde Kinderernährung – ganzheitlich und leicht gemacht

Du möchtest deine Kinder gesund ernähren, doch das Thema stresst dich und deine Familie? Heute sprechen wir – natürlich auch ein wenig über Ernährung, Nahrungsergänzung, Alltag unter gesunden und weniger gesundheitsbewussten Erwachsenen, Fremdbetreuung, Zugang zu Ernährung und auch ganzheitlich genährt sein.

Wir haben bereits in diesem Beitrag darüber gesprochen, wie du mehr Gemüse auf den Familientisch bekommst. Da waren Ideen dabei, wie Gemüse verstecken, entsaften, einzeln und roh anbieten, usw. Du kannst es dir auch zur Gewohnheit machen, dass es vor jeder Mahlzeit frische Obst- u. Gemüsesticks gibt, usw.

 

Nahrungsergänzung

Wenn du dir Sorgen um eventuelle Nährstoffmängel machst, darfst du auch ruhig mal etwas ergänzen, siehe dazu auch Episoden zu veganer Ernährung, bzw. sollten wir im Winter alle zumindest Vitamin D3 zusätzlich aufnehmen. Man kann auch phasenweise ergänzen (so machen wir es). Dann musst du dich einfach nicht täglich super stressen und brauchst dir nicht immer Sorgen machen, ob eh alle ausreichend versorgt sind. Zudem ist es ohnehin so, dass wir, umso besser wir mit Nährstoffen versorgt sind, desto weniger unter Heißhungerattacken leiden.

Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Nahrungsergänzung aus natürlicher Quelle kommt, bzw. Nahrungsmittel dafür verwendet werden. Bei einzelnen, isolierten Nährstoffen, die zudem synthetisch hergestellt werden, ergeben sich mehrere Probleme:

  • Der Körper kann mit Synthetischem weit nicht so viel anfangen, wie mit Natürlichem.
  • Zudem muss er alles Synthetische auch wieder irgendwo entgiften!
    Es fehlen die Synergien. In einem Apfel z.B. steckt ja weit mehr als nur Vitamin C.
  • Zudem haben wir viele Nährstoffe mit Sicherheit noch gar nicht erforscht, sodass wir gar nicht wissen, was wir aus diesem beispielhaften Apfel sonst noch alles an Nährstoffen brauchen, die aus natürlicher Quelle zudem optimal zusammenspielen.

Was oder wie kannst du also ergänzen?
Wir verwenden z.B. a2z von doTERRA, das ist spezielle Nahrungsergänzung für Kinder. Wir nennen sie smiley-Zuckerl, da auf den Tabs ein Smiley aufgedruckt ist. Darin sind nur echte Lebensmittel enthalten. Ebenfalls für Kinder gibt es auch Omega-3-Fettsäuren und ein Produkt für die gesunde Darmflora (PB Assist Junior). Ich halte beides für sinnvoll, da wir zum einen an Omega 3 Fettsäuren durch natürlicher Ernährung schwer rankommen (ja, Leinsamen enthalten auch Omega-3-Fettsäuren, jedoch ist die Umwandlungsrate in das für uns wichtige EPA/DHA recht gering, siehe Episode) und zum anderen der gesunde Darm einfach die Voraussetzung für eine gute Nährstoffaufnahme ist.

Wenn es dir rein um die Nährstoffzufuhr geht, bietet der Saft von LaVie eine weitere Möglichkeit. Den habe ich noch nicht getestet, schaut aber gut aus 🙂 – auch hier sind echte Lebensmittel enthalten.

Wir ergänzen phasenweise auch mit Superfoods wie z.B. Spirulina. Diese Mikroalge ist einfach ein super Närstofflieferant (z.B. Eisen, Protein) und wird auch in Hilfsprojekten bei mangelernährten Kindern in Dritte-Welt-Ländern eingesetzt. Hier ist jedoch auf gute Qualität zu achten! Ich kann z.B. die Produkte von Pure Raw empfehlen. Weitere nährstoffdichte Superfoods, die du Kindern regelmäßig anbieten kannst, sind Erdmandeln, Hanfsamen, Baobab, Carob, Chia- u. Leinsamen. Rüdiger Dahlke und Simone Vetters haben dazu ein tolles kleines Büchlein herausgebracht, indem sie einen Vorschlag für gesunde Kinderernährung (vegan, gluten- u. zuckerfrei) liefern, auf Nährstoffe, Superfoods eingehen und Rezepte sind auch mit dabei. Ich verlinkt es dir gerne in den Shownotes.

 

Kinder in den Entstehungsprozess einbinden

Du kannst deine kids von Einkauf bis Anrichten mit einbinden.

Beschaffung

Beginnen wir beim Einkauf. Das darf sich auch spielerisch gestalten. Ihr könnt zum Beispiel schauen, wer die leuchtendste Tomate oder den größten Kürbis findet. Wenn du einen Markt in deiner Nähe hast, ist auch das schon ein Erlebnis für Kinder. Wir haben 1x/Woche einen kleinen Marktstand in unserem Ort und die Kinder gehen total gerne hin. Vielleicht findet ihr – je nach Jahreszeit – beim gemeinsamen Spaziergang in der Natur etwas Essbares. Das können Wildkräuter sein, essbare Blätter wie etwa die von der Linde, Früchte oder Nüsse.

Zubereitung

Ihr könnt auch gemeinsam Speisen zubereiten. Kinder bringen sich meist sehr gerne in diesen Prozess ein. Je nach Alter können wir beim Schneiden/Zerkleinern helfen, mixen, umrühren, herrichten,… Wenn wir Schokolade mit Nüssen machen, gebe ich die ganzen Nüsse zum Zerkleinern immer in ein Geschirrtuch und die kids dürfen mit dem Schnitzelklopfer (den ich noch aus Fleischfresserzeiten habe :)) draufhauen. Dabei haben sie immer Spaß. Sie lieben es auch, gemeinsam Säfte zuzubereiten.

Servieren

Auch beim Anrichten können kids behilflich sein, Tisch decken, Servietten aussuchen, usw.
Vor dem Essen sprechen wir immer einen kleinen Dankbarkeitsreim, um einfach unsere Wertschätzung darüber auszusprechen, dass wir immer mehr als genug zu essen und zu trinken haben. Dabei reichen wir uns die Hände und wenn ich darauf vergesse, erinnern mich die kids immer daran!

 

Süßigkeiten & Co

Die jeweils ersten beiden Lebensjahre wurden meine „armen Kinder“ vegan, weitestgehend gluten- u. zuckerfrei ernährt. Das war mir wichtig, um einen guten Grundstein zu legen. Ab diesem Alter wollten sie auch immer öfter von anderen Tellern probieren und auch wenn mir das anfangs ehrlicherweise missfiel, habe ich irgendwann zum Glück erstens gelernt, loszulassen und das ganze Ernährungsthema etwas entspannter zu sehen und zweitens auch realisiert, dass auch die Psyche mit isst. Das bedeutet nicht, dass sie unbegrenzt Gummischlangen essen, sondern einfach, dass es hier einen gewissen Spielraum gibt. So dürfen sie bei Opa Chips, bei Oma auch mal Fruchtzwerge und mit meinem Mann „Blödsinn“ sämtlicher Art mit essen. Ich gleiche dafür während der Woche bzw. sonst immer so viel wie möglich einfach aus. Der Körper kann ja auch mit einer gewissen Dosis an Blödsinn gut umgehen und ich möchte, dass meine Kinder Spaß am Essen haben und Ernährung nicht primär mit Verboten assoziieren. Auch wenn sich das an manchen Tagen herausfordernd gestaltet, ist es ihnen doch klar, dass bei Mama mehr Nährstoffe auf den Tisch kommen und sie die Zügel am Wochenende, wenn Papa zu Hause ist, oder sie wo anders sind, lockerer lässt.

Meine Kinder kommen im Herbst in den Kindergarten, bisher waren sie ja bei mir zu Hause. Dort gibt es mittags leider nur Gasthausfraß, also jeden Tag Fleisch und wenn es kein Fleisch gibt, dann etwas mit weißem Weizenmehl. Da ich das nicht für jeden Tag möchte und in unserem Ort selbst die Bürgermeisterin nicht gut auf dieses Thema zu sprechen ist (und sich demnach vermutlich nicht von jetzt auf gleich etwas daran ändern wird) werde ich die Kinder vor dem Mittagessen abholen. Natürlich könnte ich ihnen auch etwas mitgeben, aber dann sind sie wieder die Außenseiter, die — wie ich sie einschätze – dann doch lieber den Gasthausfraß essen würden. Langfristig werde ich jedoch den Kompromiss eingehen, sie vielleicht 1x/Woche ganztags in der Fremdbetreuungseinrichtung zu lassen. Immerhin gibt es eine gesunde Jause mit viel Obst, Gemüse und Nüssen.

Ansonsten bemühe ich mich, während der Woche „gesunde“ Süßigkeiten zuzubereiten wie etwas selbst gemachte Schokolade, Shakes und Eis, die alle vegan sind und ohne Industriezucker auskommen. Wir haben auch schon Wirsing-Chips im Dörrgerät gemacht, die sind vor allem bei meinem 5-Jährigen sehr gut angekommen. Am wichtigsten ist, dass die kids glücklich sind und es ihnen gut geht. Umso glücklicher man ist, desto gesünder ist auch der Körper. Ein verbissener Roh-Veganer (ich habe nichts gegen diese Ernährungsform, ganz im Gegenteil, das soll nur ein Beispiel sein – die Betonung liegt hier auch auf verbissen und nicht auf roh-vegan), der vielleicht ein stressiges Leben führt, nicht in seinem Traumjob ist und vielleicht unter einer toxischen Beziehung leidet kann einen kränkeren Körper haben als jemand, der sich weniger bewusst ernährt, aber ansonsten ein erfülltes Leben führt. Das bringt mich zum nächsten Punkt:

 

Genährt sein

Das ist auch ein wichtiges Thema für Kinder! Wir Eltern dürfen auch auf anderer Ebene überlegen: Was nährt meine Kinder? Gehen sie Beschäftigungen nach, die ihnen Freude machen? Dürfen sie sich darin ganz verlieren? Bekommen sie die Unterstützung von uns, die sie brauchen? Die Liebe? Supermegawichtiger Punkt! Wachsen sie in einem geschützten, sicheren und nährenden Umfeld auf? Welche Medien konsumieren sie? Kann man diese als nährend bezeichnen? Fühlen sie sich wert-voll oder werden sie ständig be-wert-et? Und so vieles mehr. Wir und unsere Kinder können uns auf so viel mehr Ebenen nähren, als nur über Nahrung (siehe dieser Beitrag)!

Alles Liebe,

Deine Manu

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