MLM / Netzwerkmarketing + Mama-Business: Hui oder Pfui?

Du möchtest ausreichend Zeit für deine Kinder haben, dich selbst verwirklichen, vielleicht sogar ein richtiges Mama-Business möglichst ohne Risiko starten UND etwas zum Familienkonto beisteuern? Vielleicht hat dich schon mal eine Bekannte auf Netzwerkmarketing angesprochen, doch Ausdrücke wie „Pyramidensystem“, „schnell reich werden“, „jemanden anwerben“, „jemandem etwas andrehen“ oder „Schneeballsystem“ machen dich irgendwie stutzig? Damit bist du in guter Gesellschaft – (nicht nur!) mich auch 😊 Also sehen wir uns das Ganze mal näher an. Was ist dran an diesem Negativ-Image und: kann dieses System wirklich reich machen?

MLM (Multilevel-Marketing – diesen Begriff werde ich in weiterer Folge aufgrund der knackigen Kürze verwenden), Netzwerkmarketing, Empfehlungsmarketing, Strukturvertrieb. All das sind Bezeichnungen für Direktvertrieb und im Prinzip ein und dasselbe – und (spoiler alert): sie können (nicht nur!) für Mamas wie dich und mich eine echte Chance sein. Doch schön der Reihe nach:

 

Was ist (seriöses) MLM überhaupt?

Grundsätzlich darfst du dich im MLM zwei grundlegenden Aufgaben widmen:

  • Du empfiehlst die Produkte einer Firma an andere weiter und bekommst im Falle eines Kaufes eine Provision (im Prinzip wie bei Affiliate Marketing im Online-Business).
  • Du stellst anderen die Geschäftsmöglichkeit vor und bildest so ein Team („Teamaufbau“). Auch für alle Käufe die dadurch entstehen, wirst du je nach Vergütungsplan entsprechend be- und entlohnt.

Um wirklich erfolgreich zu sein, nimmst du dich im Idealfall beider Aufgaben an.

 

Wir räumen auf mit Mythen

Was hat es nun mit diesen Begriffen wie Pyramiden- oder Schneeballsystem, die irgendwie alle einen unschönen Beigeschmack haben, auf sich?

Ich beginne mal mit dem meiner Meinung nach grausigstem Begriff, dem Schneeballsystem

Bei einem Schneeballsystem, das wohlgemerkt illegal ist, wird nur Geld hin und her geschoben, ohne dass ein reales Produkt existiert. Bei MLM existiert mindestens ein reales Produkt (besser mehrere) einer realen Firma, die im Idealfall auch schon sehr bekannt und renommiert ist.

Jedes Unternehmen ist ein Pyramidensystem. Oben sitzt der Chef und alle darunter sind – in der Regel auch was das Einkommen anbelangt – darunter. Den Chef zu überholen ist auch selten. Anders sieht das bei MLM aus. Erstens steigen hier alle mit den gleichen Grundvoraussetzungen ein: Du musst 18 Jahre alt sein und solltest lesen, schreiben und rechnen können. Du brauchst im Normalfall keine speziellen Ausbildungen – der Studierte steigt mit denselben Chancen ein, wie jemand, der einen Hauptschulabschluss hat. Du kannst den, der „über“ dir ist, auch überholen, was jede Pyramide umhaut – und: der „über“ dir ist daran interessiert, dass du weiterkommst – worauf manch Vorgesetzter durch seinen Geltungsdrang blockiert keinen Bock hat.

Kannst du mit MLM schnell reich werden? Ich verstehe Netzwerkmarketing vor allem zu Beginn als Samen säen. Schnell reich werden kannst du von heute auf morgen in diesem Business nur, wenn du bereits mit einem anderen Strukturvertrieb sehr erfolgreich tätig warst und dein gesamtes Netzwerk in den neuen Betrieb mitnimmst. Manche sind schneller, manche langsamer. Jeder darf sein Tempo gehen. Das Tolle ist, dass du in einem guten Team immer die Unterstützung bekommst, die du brauchst, da dies kein Einzelkämpferunterfangen ist. Und ja, du kannst damit grundsätzlich sehr gutes Geld verdienen, es ist absolut möglich, damit reich zu werden.

Du möchtest niemandem etwas andrehen oder niemanden anwerben? Da ist Mindset-Arbeit gefragt. Erstens verkauft man im MLM ja nicht mal. Mal empfiehlt Produkte, mit denen man Menschen in irgendeiner Form weiterhelfen kann. Wenn du anderen aufmerksam zuhörst, ihre Bedürfnisse kennst und dafür eine Lösung anbietest (das ist ja noch lange kein Verkaufen, du darfst ja wohl etwas, von dem du überzeugt bist, weitergeben – so, wie du vielleicht einer Freundin eine neue Schokolade von DM oder so empfiehlst – nur, dass du dafür kein Geld bekommst), ist das doch eine feine Sache, die du mit reinem Gewissen und gutem Gefühl durchführen kannst.

Das mit dem anwerben ist genau dasselbe in Dunkelgrün: Du erfährst von jemandem, dass er oder sie im Job unzufrieden ist, die Firma nicht (mehr) mit den eigenen Werten übereinstimmt und eine – vielleicht noch unbekannte – Veränderung vor der Tür steht. MLM kann man übrigens wunderbar parallel beginnen. Die wenigsten empfehlen, einen Job sofort zu kündigen, sondern erstmal zu beginnen, sich mit MLM ein Standbein aufzubauen. Vielleicht führst du auch ein Gespräch mit einer Mama, deren Karenz nun bald zu Ende geht und die nicht mehr in den alten Job zurück will, weil sie lieber die Kinder länger / besser betreuen möchte. Sie ist vielleicht dankbar dafür, dass du ihr diese Geschäftsidee vorstellst. Und wenn nicht: AUCH OK!!! Dann darfst du das – JETZT – auch einfach mal akzeptieren. Du musst dir dadurch auch keine Freunde vergraulen! Doch ist es wichtig, dass du darüber sprichst. Vielleicht passt es ja zu einem anderen Zeitpunkt und dann wissen die Leute, dass sie sich an dich wenden können.

Nun haben wir mit ein paar Mythen aufgeräumt und du weißt so ein bisschen, wie das so läuft mit MLM. Doch nun stellt sich noch eine wichtige Frage:

 

Wie findest du ein für dich geeignetes Unternehmen?

  • Achte auf Seriosität. Im Idealfall ist das Unternehmen (weltweit) bekannt und bereits viele Jahre am Markt. Dass es einen Firmensitz mit richtigen Menschen als Ansprechpartner hat usw., ist natürlich eine Grundvoraussetzung.
  • Schau dir die Oberköpfe des Unternehmens an. Wer sind die, wie sind die so drauf? Welche Werte und Ziele verfolgen sie? Sind CEOs und Co schon seit Beginn dieselben? Notiert das Unternehmen an der Börse (und somit abhängig) oder in Privatbesitz (Entscheidungsfreiheit, Unabhängigkeit)?
  • Stimmt die Firmenphilosophie mit deinem Wertesystem überein? Kannst du mit Leib und Seele dahinterstehen? Setzt sich die Firma vielleicht für soziale Projekte ein, etc.
  • Welche Produkte verkauft das Unternehmen? Teste auf jeden Fall erstmal selbst, um zu sehen, wie es sich für dich anfühlt, sie zu verwenden – im Idealfall sind es auch Verbrauchsprodukte, die von Kunden regelmäßig nachbestellt werden. Am wichtigsten ist: du liebst die Produkte und empfiehlst sie mit voller und echter (nicht gespielter) Begeisterung und von Herzen weiter
  • Wie ist der Vergütungsplan? Geht er in die Breite oder in die Tiefe? Wenn du in der Tiefe (tief = viele „unter“ dir) mehr Provision bekommst, als direkt bei dir, spricht das dafür, dass die Unternehmenskultur so ausgelegt ist, dass du dich im Team auch gegenseitig unterstützt, dir welche von „oben“ jemanden bei dir „darunterschreiben“ und so alle profitieren. Wie viele Möglichkeiten gibt es, in diesem Unternehmen mit Empfehlungsmarketing Geld zu verdienen? Idealerweise bekommst du nicht einfach nur Provision, sondern kannst verschiedene Ränge erreichen und zusätzlich Boni bekommen, usw.
  • Wie ist das Team hinter der Person, die dich angesprochen hat? Gibt es überhaupt eines oder krebst deine Kontaktperson irgendwo alleine herum und hat selbst keinen Plan? Ist jemand dabei, der dich unterstützen kann, der schon da ist, wo du sein möchtest? Fühlst du dich hier zugehörig, seid ihr euch sympathisch? Hier ist auch immer von Vorteil, wenn es regelmäßige Möglichkeiten gibt, sich auszutauschen und von der Upline zu lernen.

 

Was sind nun explizit Vorteile von MLM?

  • Es ist ein extrem faires System (siehe Pyramiden- u. Schneeballsystem).
  • Du kannst (musst) dich persönlich weiterentwickeln und kannst dadurch über dich hinauswachsen
  • Gratis Weiterbildungen und Persönlichkeitsentwicklung – Unterstützung durch ein Team, das an deinem Wachstum interessiert ist
  • Die Chancen und Möglichkeiten sind für alle gleich und in vielen Unternehmen auch äußerst attraktiv
  • Du bist einerseits selbstständig tätig, hast jedoch kein Risiko und auch einen gewissen Rahmen, der dir Sicherheit gibt und innerhalb dessen du dich frei entfalten kannst. Auch wenn du das Rad nicht neu erfinden musst, darfst du kreativ sein (musst du aber nicht).
  • Wer fleißig Samen säht, darf sich auch (z.B. in der Pension) über die Ernte (passives Einkommen) freuen. Das bedeutet nicht, dass man andere für sich arbeiten lässt, sondern, dass man anderen zeigt, wie sie es genauso machen können. Außerdem hat man ja auch viel dafür getan.
  • Du entscheidest, wann, wieviel, wo und vor allem mit wem du arbeitest! Diese Flexibilität ist z.B. für Mamas sehr vorteilhaft. Als solche kannst du dir z.B. ein Mama-Team aufbauen, wo es auch okay ist, wenn Kinder beim (Business-)Treffen mit dabei sind. In manchen Unternehmen ist das auch bei größeren Veranstaltungen ganz normal!
  • Du kannst mit den Produkten und der Geschäftsmöglichkeit etwas bewirken und das Leben anderer bereichern.

 

Wenn du magst, bekommst du hier noch einen kleinen Eindruck. Wie du vielleicht schon hier oder auf instagram / facebook mitbekommen hast, arbeite ich mit doTERRA zusammen. Diese Firma erfüllt alle angesprochenen Kriterien und ich bin sehr dankbar, ein Teil davon sein zu dürfen und diese kostbaren, hoch wirksamen, reinen therapeutischen Öle zu verteilen – und auch die Geschäftsidee vorzustellen 😊.

 

Ich freue mich auf deine Fragen (gerne auch über manu.huebl@gmail.com)!

Alles Liebe,

Deine Manu

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.