Atme dich frei, gesund und glücklich

Was haben Selbstheilungskräfte, Affirmationen und Ernährung mit Sauerstoff zu tun und was bringt es dir, dich mit deinem Atem zu beschäftigen? Soviel kann ich jetzt schon verraten: Eine Menge 🙂

Atem und Ernährung stehen in engem Zusammenhang. Kohlenhydrate werden im Körper zu Glucose aufgespaltet. Diese verbindet sich mit Sauerstoff, woraus ganz kurz, einfach und zusammengefasst gesagt Energie entsteht – also: Sauerstoff bedeutet Leben. Außerdem ist Sauerstoff ein wichtiger Begleiter bei unserer Entgiftung bzw. Entsäuerung, da er sich mit einem unserer Entgiftungsorgane – genauer gesagt einem Pärchen – zusammentut: Den Nieren.

Wenn wir seelisch oder emotional unausgeglichen, gestresst sind, atmen wir oft nur noch in unseren Brustbereich, flach – also gerade so viel, dass wir überleben können (dabei steht uns doch so viel davon zur Verfügung, wir müssen nicht an Luft sparen) und unregelmäßig. Häufig, wenn wir nicht frei atmen, bleibt der Atem auch irgendwo im Körper stecken, was zu Verspannungen führt. Ich habe zum Beispiel bei mir bemerkt, dass ich nicht immer gut ausatme und mir die Luft förmlich in den Lungen stecken bleibt. Das hat zu Verspannungen im Schulterbereich, also auf Höhe der Lungen, geführt. Auch in anderen Bereichen wie etwa dem Becken kann das passieren.

Dahingegen beruhigt ein tiefer, regelmäßiger Atem den Körper (vor z.B. Nerven, Muskeln), Geist (unsere Gedanken) und Seele, auch unsere Psyche und versorgt unsere Zellen mit ausreichend Sauerstoff. Somit können wir mit unserem Atem nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern auch unser mentales Wohlbefinden deutlich beeinflussen und verbessern.

Wie beruhigend ist das eigentlich – wir atmen ganz automatisch und brauchen uns nicht darum zu kümmern. Wenn du also meditierst und dabei den Atem beobachtest (es gibt ja unzählige Arten, zu meditieren), ist das schon mal sehr beruhigend zu wissen, dass du dafür gar nichts tun musst. Schon alleine das Bewusstsein über diesen Umstand macht doch das Leben schon mal leichter 😊.

Wie bringen wir also genug Sauerstoff in unseren Körper?

Dazu ein paar Beispiele, du findest im Internet zahlreiche Vorschläge und Möglichkeiten, um bewusster zu atmen.

Sport, Bewegung und frische Luft

Zu Sport und Bewegung brauche ich nichts weiter zu sagen – Bewegung bringt mehr Sauerstoff in deinen Körper – am besten an der frischen Luft. Wenn wir schon dabei sind, habe ich noch einen Punkt für Raucher (eigentlich auch für Nicht-Raucher): Rauchen vermittelt ein Gefühl von Freiheit. Wenn du dich gestresst, getrieben oder auch fremdbestimmt fühlst, eine kurze Pause brauchst oder wo auch immer du in deinem Alltag eine Portion Freiheitsgefühl nötig hast, geh doch mal ohne Zigarette vor die Tür und nimm ganz bewusst und gerne in den Bauch hinein ein paar gaaaaaaanz tiefe Atemzüge. Hast du jetzt noch Lust auf eine Zigarette? Brauchst du sie jetzt unbedingt?

Hier möchte ich dir noch eine konkrete Atemübung vorstellen: Das Tepperwein-Außer-Atem-Training (aus seinem Buch* „Gesund für immer“)

  • Schnell laufen – sodass du außer Atem kommst und am besten draußen (ca. 3-4 Minuten)
  • Gehen (nicht aufhören, zu bewegen), bis sich Atem beruhigt (ca. 1-2 Minuten)

Das Ganze zwei Mal wiederholen, also insgesamt 3x durchführen. Diese Form von Intervalltraining durchflutet deinen Körper mit Sauerstoff und Energie, aktiviert deine Zellen und stärkt zudem dein Herz-Kreislauf-System.

Bauchatmung // Dorthin atmen, wo’s wehtut

Probiere mal, in den Bauch zu atmen und übe solange weiter, bis sich Schultern und Brustkorb nicht mehr bewegen. Was ich mir vom Kinderyoga abgeschaut habe ist, dass du dir einen Gegenstand wie zum Beispiel ein Stofftier im Liegen auf den Bauch legst. Kinder können es spielerisch zum Schaukeln bringen. Auch für dich zur Kontrolle: Wenn sich dein vielleicht auch plüschiger Gegenstand auf deinem Bauch auf und ab bewegt, dann atmest du richtig in deinen Bauch hinein. Du kannst aber auch einfach deine Hände auf den Bauch legen und in sie hineinatmen.

Wenn dir das mal gelungen ist, kannst du deine Übungen in andere Bereiche wie Organe oder Körperteile (nimm hier gerne wieder deine Hände, indem du sie von außen an betroffene Stelle legst, zu Hilfe) ausweiten und deinen Atem bewusst dorthin schicken. Gerne auch an jene Stellen, wo vielleicht Schmerzen oder Verspannungen festsitzen wie z.B. unterer Rücken usw. Beim bewussten Atmen ist auch immer wichtig, die Wirbelsäule aufzurichten (egal ob du sitzt, stehst oder liegst), damit genug Sauerstoff an die Organe und auch unsere Chakren herankommt, denn er versorgt uns auch mit Lebenskraft, dem sogenannte „Prana“.

Verbundener Atem

Rüdiger Dahlke lehrt diese Art und Weise zu atmen, bei der die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Praktiziert man dies zusammen mit anderen kann ein riesiges Energiefeld entstehen, das Heilungsprozesse auf verschiedenen Ebenen in Gang setzen kann. In einem Interview berichtet er, dass während solch einer gemeinsamen Praxis sogar eine Frau ein Myom im Unterleib geboren, also ausgeschieden haben soll. Natürlich betont er, dass das keine Therapieform ist, doch wie gesagt, unterstützt es Heilungsprozesse und stärkt auch die Verbindung nicht nur zu sich selbst sondern auch mit dem Universum und allen anderen – zumindest ist das meine Erfahrung.

Beim verbundenen Atem geht es darum, dass du bewusst und aktiv einatmest bis zum Höhepunkt (also ganz tief einatmen) und dann bewusst und ohne Atempause den Atem passiv loslässt und wieder herabsinken lässt. Auch hier geschieht keine Atempause, sondern du atmest gleich wieder aktiv ein und so weiter. Eine Anleitung dazu findest du zum Beispiel hier. Mit diesem aktiven und passiven Teil hast du hier übrigens auch eine schöne Methode, das Bewusste mit dem Unbewussten zu verbinden.

Atmen mit Pause

Sehr entspannend kann es auch sein, wenn du z.B. beim Einatmen bis 3 zählst, dann hältst du den Atem an und zählst dabei bis 2 und beim Ausatmen zählst du wieder bis 3 usw. Das kannst du ein paar Mal wiederholen. Dabei geht es vor allem auch darum, dass du dich auf deinen Atem konzentrierst und deinen Gedanken mal ein Stopp-Schild vorhängst.

Sonne und Mond

Nach einer Yoga-Einheit, wenn ich in Shavasana liege, stelle ich mir gerne beim Einatmen vor, wie die Wärme der goldenen Sonne über die Füße in meinen Körper hineinströmt und beim Ausatmen wie die Kühle des silbrigen Mondes von Kopf beginnend über meine Füße wieder meinen Körper verlässt. Das kannst du aber auch vor dem Einschlafen tun, am besten du liegst dabei flach und wie immer gerade.

Gefühle ein- u. ausatmen

Du kannst dir auch überlegen, wovon du in deinem Leben gerne mehr wünschst und was du dem entgegengesetzt vielleicht nicht mehr möchtest. Zum Beispiel kannst du mit jedem Atemzug Leichtigkeit einatmen und Schwere ausatmen. Auf diese Weise kannst du auch Affirmationen unterstützen.


Buch*: Gesund für immer (Kurt Tepperwein)

YT-Video verbundener Atem

Rüdiger Dahlke zum verbundenen Atem (plus Interview)

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