Abnehmen mit Rohkost? Was gibt es bei der Umstellung zu beachten? Geht das auch vegan?

All diese Fragen beantworte ich in dieser Episode, in der ich auch über meine Erfahrungen mit der roh-veganen Variante spreche. Diese Ernährungskonzepte-Reihe, in der ich auf verschiedene Ernährungsformen eingehe und sie vor allem auf Gesundheit und (langfristigen) Gewichtsverlust diskutiere, liegt mir am Herzen. Daher hat sie auf meinem Podcast eine eigene Staffel bekommen :).

 

Wie roh ist roh?

Es gibt verschiedene Formen von Rohkost – vegan, vegetarisch und sogar mit rohen toten Tieren, wobei allen gemein ist, dass die LEBENsmittel nicht über 42 °C erhitzt werden, um die für unseren Körper so wertvollen Katalysatoren – die Enzyme – zu erhalten und natürlich auch die Nährstoffe (wobei es manche Nährstoffe gibt, die erst beim Kochen ihre volle Wirkung entfalten wie etwa das Lycopin in Tomaten).

Bei tierischen Produkten ist natürlich besonders auf die Qualität zu achten. In unserem Hofladen gibt es zum Beispiel Rohmilch von Kühen, von denen auch Kälber trinken dürfen und wo nicht die Milch von super vielen verschiedenen Kühen als Hormoncocktail in deinem Glas landen – du findest sicher auch solch eine Quelle. Wenn du allerdings abnehmen möchtest, würde ich dir deren Konsum nicht unbedingt oder nur sehr eingeschränkt empfehlen.

Natürlich kannst du dich auch roh-vegan ernähren, so wie ich es auch schon ausprobiert habe.

 

Wie kannst du damit anfangen?

Es gibt viele Möglichkeiten, hier einzusteigen. Ich würde dir immer empfehlen, dies in deinem eigenen Tempo zu machen und dabei gut auf deinen Körper zu hören. Unser Darm ist durch die Industriekost leider oft an lebendige Nahrung nicht mehr gewöhnt und bedarf einiger Umstellungszeit, wenn du nicht unbedingt mit ständigem Blähbauch und Gegrummel herumlaufen möchtest. Eine beliebte Möglichkeit ist es, den Tag zum Beispiel roh zu beginnen, indem du Obst frühstückst oder dir einen grünen Smoothie gönnst. Auch Säfte aus Gemüse und etwas Apfel oder Shots aus Grün wie etwa von Wildkräutern, Gräsern oder Mikroalgen wie Chlorella versorgen dich mit Nährstoffen. Wenn du dir Sorgen um dein „Verdauungsfeuer“ machen solltest, dann sei dir bewusst, dass auch kalte Nahrungsmittel wärmend wirken. So kannst du deinem Frühstück etwa Ingwer oder Zimt beimengen oder einen Saft aus Karotten, die ebenfalls wärmend wirken, herstellen.

Wenn du einen Schritt weitergehen möchtest, kannst du „raw ‚till 4“ praktizieren, dich also bis 16 Uhr rohköstlich ernähren und dir mittags z.B. einen großen Salat mit einer Sättigungsbeilage wie z.B. selbst gedörrten Leinsamencräckern (es gibt auch fertiges Rohkostbrot in Bioläden zu kaufen) gönnen oder mit Rohkost-Rezepten wie zoodles uvm. experimentieren und abends eine warme Mahlzeit einnehmen.

 

Was ist zu beachten?

Bei Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen ist es wichtig, sie ausreichend einzuweichen (was deiner Verdauung sowieso immer gut bekommt!) und im Idealfall zu Sprossen zu ziehen. So erweiterst du dein Nährstoffspektrum – vor allem, wenn du dich komplett roh (vegan) ernähren möchtest.

Vor allem bei der Rohkost kann es von Vorteil sein, dich mit food-combining zu beschäftigen – also dem Trennen vor allem von Kohlenhydraten und Eiweißen. Somit würde das klassische Studentenfutter mit Rosinen und Nüssen wegfallen, wobei Obst sowieso immer extra und am besten morgens gegessen werden sollte. Hieraus machen aber viele eine regelrechte Wissenschaft. Wenn dich das begeistert, kannst du das gerne machen, doch wenn dich das stresst, achte einfach auf die Signale deines Körpers und beachte einfach das, was er sagt. Essen soll Freude bereiten, nicht belasten!

Umso schneller du auf Rohkost umsteigst, desto intensiver wird dein Körper entgiften. Achte hier je nach Tempo bitte auf ausreichende Ausleitung von Schadstoffen, in dem du z.B. Einläufe machst oder Substanzen einnimmst, die Schadstoffe an sich binden und gut aus dem Körper transportieren wie z.B. Cassia fistula, Panaceo oder Ähnliches oder auch zu schwitzen, viel zu trinken, Basenbäder zu nehmen – es gibt hier viele Möglichkeiten, ein paar davon habe ich bereits in meiner Entschlackungsrehe vorgestellt.

Bei der Entgiftung ist auch wichtig zu wissen, dass Obst ein starkes Putzmittel ist. Wenn nun aber aus deinem Haus, das du putzt, nur Dreck rauskommt und sonst nicht mehr viel übrigbleibt, wird das Haus zusammenfallen, um es mit Tobis‘ Worten von ium zu sagen. Ähnlich verhält es sich auch mit deinem Körper. Wenn du nun stark „vergiftet“ bist und keine gute Substanz hast (die sich super mit Grünzeug aufbauen lässt!), bleibt nicht mehr viel übrig bzw. kannst du dadurch auch echt auszehren, Mangelzustände bekommen, dich stark rückvergiften, usw. Da Obst süß ist und du es einfach und schnell roh verzehren kannst, machen zu Beginn viele den Fehler, zu viel Obst zu essen und verteufeln dann die Rohkost für die Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes – die meist nach einigen Wochen oder Monaten spür- und oft auch sichtbar wird. Also: Wenn du entgiftest, immer darauf achten, dass du auch genug Substanz hast bzw. aufbaust und Giftstoffe ausreichend ausleitest.

 

Und jetzt zur Kernfrage: Nimmst du dadurch ab?

Und die einfache Antwort darauf: Das kommt drauf an. Rohes Obst und Gemüse ist stark wasserhaltig und dafür in der Regel eher kalorienarm. Grünzeug, Obst und Gemüse sollten auch den Hauptteil deiner rohköstlichen Ernährung ausmachen. Wenn du dir aber hauptsächlich dichte Lebensmittel wie Nüsse, Cracker und Trockenfrüchte reinhaust (und tierische Produkte!), wird das deinen Abnehmerfolg eher bremsen. Übrigens: Nicht alle Nüsse und Trockenfrüchte, die du im Handel bekommst, sind roh, sondern meist wärmebehandelt.

 

Meine Erfahrungen mit der (veganen) Rohkost

Ich habe mit Rohkost grundsätzlich gute Erfahrungen gemacht. Bei uns gab es eine Zeit lang jeden Morgen frisch entsaftetes Obst und vor allem Gemüse – das hat mir am besten getan. Aktuell ist mein Entsafter bei der Reparatur und ich frühstücke, nach meinem warmen Zitronen- bzw. „Smart & Sassy“-Wasser (Das ist eine Mischung reiner, therapeutischer ätherischer Öle aus Zitrone, Grapefruit, Pfefferminze, Ingwer und Zimt, die dabei hilft, den Heißhunger zu dämmen – Achtung! Bitte nicht einfach ätherisches Öl irgendeiner Firma einnehmen! Mehr dazu siehe Interview mit Tini Granzer) Obst, am liebsten als Monomahlzeit und idealerweise ein Glas mit grünem Saft wie z.B. aus Spirulina, Weizengras oder was auch immer (Obst mit „Grün“ ist immer eine gute Kombination).

Als ich mich komplett rohvegan ernährt habe, habe ich den Fehler gemacht, dass ich zu viele und nicht eingeweichte Nüsse gegessen habe – und das dazu nicht immer in optimaler Kombination. Das hat mir oft einen schweren Bauch gemacht. Doch ich muss auch sagen, dass ich viel mehr Energie hatte, weniger Schlaf brauchte, gut in meiner Mitte und mit mir selbst, oben und unten verbunden war und somit auch mehr Geduld, vor allem mit meinen Kindern, hatte. Bei mir, bzw. in mir und um mich rum ist immer viel los. In dieser Zeit habe ich gemerkt, wieviel Klarheit ich in allem hatte. Gewichtsmäßig habe ich weder zu- noch abgenommen, immer nach Appetit gegessen und auch mit Fett nicht gespart. Auch wenn ich mich in meinem Bauch oft etwas beschwert fühlte, war ich doch auf geistig-mentaler Ebene sehr leicht und beschwingt sowie emotional super ausgeglichen.

Hast du schon Rohkost ausprobiert? Was sind deine Erfahrungen damit?

Alles Liebe,

Manu

 

Du suchst nach DEINER Ernährung und wünscht dir Begleitung von jemandem, der sämtliche Ernährungssünden und -Konzepte durch hat, individuell auf dich und deine Bedürfnisse eingeht und Ernährung, was so viel mehr ist als einfach nur mehr Gemüse zu essen, ganzheitlich betrachtet? Dann besuche doch meine Coachingseite!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.